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Frauen, Männer und Yoga — vom Ommen und Verbiegen.

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Früher: fast nur Yogis

In der Geschichte des Yoga und auch in der modernen Yogaszene spielen Männer eine wichtige Rolle. Sie waren früher diejenigen, die Yoga mehr praktizierten, und bekannte Yogis und ihre ersten Schüler waren fast alles Männer. Die Cover der aktuellen Yogazeitschriften scheinen allerdings nahezu ausschließlich den großen Yoginis vorbehalten zu sein. Auch in den Yogastudios lehren sehr viele Frauen, aber nicht ausschließlich! Wenn man sich näher mit Yoga beschäftigt, sich die Bücher und Zeitschriften durchliest und sich die Internet-Yoga-Community anschaut, tauchen zu fast allen Zeiten sowohl Männer als auch Frauen auf.

 

Heute: Viele Yoginis

Yoga heißt „Verbindung“ und ist somit weder besonders für Frauen noch speziell für Männer gedacht. Es ist also von seiner Bedeutung her absolut kein „reines Frauending“. Doch tun sich Männer vielleicht manchmal ein bisschen schwer, den Zugang zu finden oder den ersten Schritt in eine Yogaklasse zu tun. In den Yogaklassen der Fitness- und Yoga-Studios findet man derzeit zugegebenermaßen nicht viele Männer, aber es werden immer mehr, und die bringen Freunde mit!

 

Positive Auswirkungen für alle

Männer und Frauen profitieren gleichermaßen von den positiven Auswirkungen, die Yoga auf den gesamten Menschen hat. Sie lassen auf der Yogamatte vor lauter Konzentration die Anspannungen des Tages hinter sich. Sie lernen, die Signale ihres Körpers immer deutlicher zu hören und immer besser zu verstehen. Das erhöhte Körperbewusstsein ermöglicht es, sowohl körperliche, als auch zunehmend geistige und seelische Anspannung zu bemerken und zu reduzieren. Gerades Sitzen am Schreibtisch, ein stolzer und aufrechter Gang (auch bei großen Menschen) und eine insgesamt verbesserte Körperhaltung sind positive Auswirkungen von Yoga. Diese werden natürlich Frauen wie Männer an sich und anderen bemerken.

Es ist allerdings richtig, dass bestimmte Haltungen, insbesondere die, die was mit Verbiegen zu tun haben, Frauen oft leichter fallen. Andere, die mehr mit Kraft zu tun haben, sind für viele Männer einfacher. Diese Unterschiede gibt es überall, und auch Ausnahmen dieser Regeln sind da. Die wichtigste Regel ist, auf sich selbst zu hören und festzustellen, was gut tut und wo der Yoga-Weg heute hingeht.

Eins ist aber klar: Wer einmal dieses ruhige innere Leuchten der Menschen wahrgenommen hat, die aus einer Yogaklasse kommen, will das auch!

 

Yoga strengt an und entspannt

Wer zunächst den sportlichen Aspekt in den Vordergrund stellt, und damit den nicht zu unterschätzenden Muskelaufbau, kommt mit Yoga definitiv auf seine Kosten. Viele Asanas sehen einfacher aus als sie sind und brauchen Muskulatur, die im „normalen Leben“ nicht aufgebaut wird. Das langsame Hineinkommen in die Haltungen geschieht ohne Wettkampf und stets mit Achtung und Respekt vor den eigenen Möglichkeiten.

Wer lieber an der Flexibilität des eigenen Körpers arbeitet, ist ebenfalls im Yoga richtig. Für viele sind hier sehr schnell Erfolge sichtbar. Besonders bei regelmäßiger Praxis zeichnen sich nach kurzer Zeit Fortschritte ab und die Zehen scheinen nicht mehr für immer unerreichbar.

Selbst die Ausdauer, geistig wie körperlich, wird gefördert. Die Grenzen im Kopf und im Körper werden verschoben und der Aktionsspielraum erweitert sich. Ich selbst habe durch Yoga die Möglichkeit gefunden, mich für einen Halbmarathon geistig zu stärken. Dabei habe ich mit mir selbst erfahren, dass der Kopf schon das Schlimmste vermutet, während die Beine ganz fröhlich weiterlaufen! Die geistige Fähigkeit, das auszuhalten, habe ich persönlich mir mit Yoga antrainiert.

 

Atmung ist der Schlüssel

Gleichmäßige Atmung sorgt für eine ideale Versorgung des Körpers mit Sauerstoff während der ganzen Yogaklasse. Der Herzschlag erhöht sich, jedoch halten wir die Atmung ruhig. So bleiben alle, Frauen und Männer jeden Alters, stets im „grünen Bereich“ für den eigenen Körper. Denn es geht niemals um die Erreichung eines bestimmten Ziels. Der wahre Erfolg findet im Innern statt, außen ist nur eine Reflexion dessen zu sehen. So brauchen auch blutige Anfänger keine Angst zu haben, sich zu blamieren, denn jeder Mensch praktiziert auf der Matte mit und für sich selbst, ohne Wettkampfcharakter oder Vergleich.

Das Gefühl nach einer Yogaklasse ist mit dem Gefühl nach einem sportlichen Kurs nur bedingt vergleichbar: Muskelkater gibt es auch, aber der spürbare Gewinn von Energie und Ruhe gleichzeitig ist beim Yoga etwas ganz Besonderes.

 

Yoga trainiert auch die Seele

Die spirituellen Inhalte des Yoga sind vielleicht manchmal für Frauen eher greifbar als für Männer. Manche Männer, mit denen ich gesprochen habe, können angeblich „dem ganzen Ge-Omme“ nichts abgewinnen. Dies sagen sie aber oft, ohne vorher Yogaklassen besucht zu haben. (Das kann genau so auch für Frauen zutreffen, die nach dem ersten Mantra die Lust am Yoga für immer verlieren.) Die Yogis und Yoginis, die ich kenne, möchten aber genau darauf nicht mehr verzichten, denn das unterscheidet Yoga von „Sport“. Eine Yogastunde ohne Fokus auf Atmung und Innenleben ist ein reines Abturnen von ungewöhnlichen Bewegungen. Wer einmal selbst gespürt hat, wie umfassend positiv Yoga wirkt, wenn man die Verbindung nach innen schließt, will es nicht mehr missen.

Und das gilt ganz einfach für alle Menschen.

 

Beim Yoga geht es nicht darum, dass du deine Zehen berührst.
Es geht um das, was du lernst auf deinem Weg nach unten!
~ Judith Hanson-Lasater

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